Schools of the Future

23.01.2020

... das ist der Titel eines Berichtes, der vor einigen Tagen im Zuge des Weltwirtschaftsforums 2020 veröffentlicht wurde. Dieser Titel macht uns, als zukunftsorientierter Bildungsort, natürlich neugierig.

Wie also soll die Schule der Zukunft sein? Oder - wie der Bericht es nennt - wie müssen neue Bildungsmodelle für die 4. Industrielle Revolution definiert werden?

Grund- und Sekundarschulsysteme haben eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung der  Weltbürger und Arbeitskräfte der Zukunft, lesen wir schon auf den ersten Seiten. Die bestehenden Bildungsmodelle müssen sich anpassen, um Kinder mit jenen Fähigkeiten auszustatten, die sie benötigen, um eine inklusivere, enger verbundene und produktivere Welt zu schaffen.

8 Säulen qualitativ hochwertiger Lehrmodelle wurden dafür identifiziert:

1. Globale Staatsbürgerschaft: das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für die Welt und die Nachhaltigkeit zu stärken und dafür, eine aktive Rolle in der globalen Gemeinschaft zu spielen.

2. Innovations- und Kreativitätsfähigkeiten: Innovationen erfordert Fähigkeiten, die in der Schullaufbahn trainiert werden können: komplexe Problemlösungen, analytisches Denkens, Kreativität und Systemanalyse.

3. Technologiekompetenzen: die Entwicklung digitaler Kompetenzen einschließlich Programmierung, digitale Verantwortung und Einsatz von Technologie.


4. Zwischenmenschliche Fähigkeiten: zwischenmenschliche emotionale Intelligenz einschließlich Empathie, Zusammenarbeit, Verhandlung, Führung und soziales Bewusstsein.


5. Personalisiertes und selbstgesteuertes Lernen: das Wechseln von einem System, in dem das Lernen standardisiert ist, zu einem System, das auf den unterschiedlichen individuellen Bedürfnissen jedes Lernenden und jeder Lernenden basiert und flexibel genug ist, um es jedem Kind zu ermöglichen, in seinem eigenen Tempo voranzukommen.


6. Zugängliches und integratives Lernen: ein integratives Lernsystem, das nicht auf diejenigen beschränkt ist, die Zugang zu Schulgebäuden haben.


7. Problembasiertes und kollaboratives Lernen: der Übergang von der prozessbasierten zur projekt- und problembasierten Bereitstellung von Inhalten, erfordert Vernetzung und Teamarbeit und spiegelt außerdem die Zukunft der Arbeit genauer wider.


8. Lebenslanges und schülerorientiertes Lernen: die vorhandenen Fähigkeiten aller Menschen, in allen Alters- und Berufsgruppen, sollen kontinuierlich verbessert und neue erworben werden.


Der Bericht des Weltwirtschaftsforums führt die acht Punkte noch weiter aus und beschreibt sehr eindrucksvoll, wofür Volksschulen und Sekundarstufen in aller Welt diese Fähigkeiten und Systemumstellungen für Ihre Schülerinnen und Schüler anbieten müssen.

Den Bericht zum Downloaden finden Sie hier: https://www.weforum.org/reports/schools-of-the-future-defining-new-models-of-education-for-the-fourth-industrial-revolution




Quelle: World Economic Forum, Schools of the Future: Defining New Models of Education for the Fourth Industrial Revolution, Genf (CH), 14. Jänner 2020

Schools of the Future: Defining New Models of Education for the Fourth Industrial Revolution, Seite 7
Schools of the Future: Defining New Models of Education for the Fourth Industrial Revolution, Seite 7